* Waldbauverein Prüm e.V. *

Mitgliederversammlung

Am 30. Januar 2017 fand die jährliche Mitgliederversammlung des Waldbauvereins in der Prümer Karolingerhalle statt.

Der interne Teil der Mitgliederversammlung

Erstmals hat Andreas Backes, der neue Schatzmeister des Waldbauvereines, den Kassenbericht vorgetragen. Hermann Biwer, der dieses Amt viele Jahre inne hatte, musste diese Funktion aus gesundheitlichen Gründen leider im vergangenen Jahr aufgeben. Für sein langjähriges erfolgreiches Engagement dankte der Vorsitzende, Aloysisus Söhngen.

Das Rechnungsergebnis für das Jahr 2016 endete mit einem moderaten Überschuss, ein Beleg für die verantwortungsvolle Haushaltsführung und eine solide Vereinspolitik. Die Kassenprüfung ergab keinerlei Unregelmäßigkeiten, sodass die knapp 300 anwesenden Mitglieder einstimmig -bei Enthaltung der Vorstandsmitglieder- die Verantwortlichen entlasten konnten. Auch die Planung für 2017 weist wieder ein ausgeglichenes Ergebnis aus.

Mitgliederversammlung am 30. Januar 2017

Prümer Wald und Holz GmbH


Anschließend trägt Horst Backes den Geschäftsbericht der PWH vor. Knapp 52.000 Festmeter wurden 2016 verkauft, ca. 8.000 Festmeter weniger als im Vorjahr, bei fast 1.100 Einzelverkäufen. Der Durchschnittserlös lag bei 64 € pro Festmeter. Mehr als 3,3 Millionen Euro Holzgeldeinnahmen für die Prümer Waldbauern und damit die Wertschöpfung in der Region. Auch im 7. Jahr des Bestehens eine Erfolgsgeschichte für die Vermarktungs-organisation des Waldbauvereines. Die PWH ist selber kein gewinnorientiertes Unternehmen. Der Erfolg kommt ausschließlich den privaten Waldbesitzern zu Gute !

Die schlanke aber schlagkräftige Personalausstattung der PWH, die enge Zusammenarbeit mit den örtlich zuständigen Privatwaldbetreuern und ein Landeszuschuss sind die Voraussetzungen, dass an die Waldbauern - bei niedrigen Fixkosten - ein vergleichsweise hoher Reinbetrag ausgezahlt werden kann

Holzmarktbericht


Horst Backes gab dann einen Ausblick für 2017. Sein Fazit : Stabiler Nadelstammholzmarkt, der Laubstammholzmarkt ist uneinheitlich. Beim Industrieholz ist die Nachfrage verhalten, bei sinkenden Preisen. Die Brennholznachfrage ist abhängig von der Witterung und der weiteren Entwicklung der Energiepreise.
Seine Empfehlung: Vor jeder Maßnahme die kostenfreie Beratung durch den Privatwaldförster in Anspruch nehmen und erst danach Entscheidungen treffen. Die Beratung ist qualifiziert, objektiv und nicht interessengesteuert. Bitte regelmäßig die eigenen Wälder in Augenschein nehmen, insbesondere nach Sturmereignissen. Und im Frühjahr den Wald auf Borkenkäferbefall kontrollieren, um zeitnah reagieren zu können.

Details können unterjährig auch bei den Mitarbeiterinnen der PWH oder über die Privatwaldbetreuer erfragt werden.

Geschäftsbericht des Waldbauvereines


Geschäftsführer Peter Wind fasste anschließend das abgelaufene Jahr zusammen. Die Themen im Einzelnen : Mitgliederentwicklung, Holzmobilisierung und Holzbereitstellung, Förderung, Mitbewerber des Waldbauvereins und Waldbewertung (hier insbesondere die Hiebsunreife bei vorzeitiger Nutzung). Anhand eines ganz aktuellen Falles wurde die Arbeitssicherheit thematisiert, ein Helm als Lebensretter.

Im vergangenen Jahr fand auch ein dreitägiges PEFC Vor-Ort-Audit statt. Die festgestellten Abweichungen und Verbesserungspotentiale wurden ebenso angesprochen, wie die positiven Aspekte der Waldbewirtschaftung im Kleinprivatwald des Prümer Landes.

Natürlich haben auch die Aktivitäten des Bundeskartellamtes die Vereinsaktivitäten mit bestimmt. Eine intensive Öffentlichkeitsarbeit im Sinne des Privatwaldes fand statt und die Interessenvertretung der rund 3.500 Mitglieder in verschiedenen Gremien wurde wahrgenommen. 2016 war ein ereignisreiches Jahr.

Der öffentliche Teil der Mitgliederversammlung


Der Vorsitzende, Aloysius Söhngen, freute sich über eine prall gefüllte Karolingerhalle.

Eine prall gefüllte Karolingerhalle 

Der zentrale Punkt in seiner Begrüßung : Die Änderung des Bundeswaldgesetzes ist durch. Gemeinsam mit dem Land habe man sich dafür eingesetzt. Seit Ende der vergangenen Woche ist das Gesetz rechtskräftig. Die dem Holzverkauf unmittelbar vorgelagerten vorbereitenden Tätigkeiten unterlägen damit nicht mehr dem Kartellrecht. Eine Grundvoraussetzung für den Erhalt des Gemeinschaftsforstamtes. Nicht jeder Kleinprivatwaldbesitzer könne Forstwirtschaft studieren, man brauche die Unterstützung von Landesforsten.

In dieser Auffassung sah er sich in der Vergangenheit nicht immer von den Verbänden unterstützt. Die AGDW (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzer) war gegen eine Gesetzesänderung. Der Waldbesitzerverband Rheinland-Pfalz ist Mitglied in der AGDW. Mahnende Worte an dessen Vorsitzenden, Günter Fischer, doch bitte erkennbar die Interessen der eigenen Mitglieder zu vertreten.

Es folgten Grußworte der Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy, von Landrat Dr. Joachim Streit, von Günter Fischer (Vorsitzender des Waldbesitzerverbandes Rheinland-Pfalz) und Staatsministerin Ulrike Höfken. Die Ministerin betonte dabei ausdrücklich, dass die Gemeinschaftsforstämter ein „Angebot und keine Zwangsbewirtschaftung“ seien. Mit einem gewissen „Befremden“ habe Sie daher gehört, der zuständige Richter am OLG Düsseldorf - wo der Kartellstreit mit Baden-Württemberg verhandelt würde - wolle sich möglicherweise nicht an das geänderte Bundeswaldgesetz halten. Man hoffe trotzdem auf ein ausgewogenes Urteil, die Urteilsverkündung ist für den 15. März angekündigt.

Staatsministerin Ulrike Höfgen 

Es folgte der Gastvortrag von Hans-Peter Ehrhart, dem Leiter der FAWF (Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft). Das Thema lautete : „Praxisrelevante Forschungs-ergebnisse für den Kleinprivatwald“.

Seit 1984 gibt es diese Forschungsanstalt von Landesforsten mit Sitz in Trippstadt. Da forschen keine abgehobenen Wissenschaftler im Elfenbeinturm. Forstwissenschaftler, Wildbiologen und Klimaforscher untersuchen praxisrelevante Fragestellungen, nicht nur, aber insbesondere auch für Waldbesitzende.

Wieviel Befahrung verträgt der Waldboden, wie behandele ich am besten überdichte Fichtennaturverjüngungen, wie erhalte ich verlässliche Borkenkäferzahlen und wie ist die aktuelle Gefährdung, wann müssen die Waldböden gekalkt werden und wie, Klimaschutz durch Wald und Holz und welche Baumarten sind dem Klimawandel gewachsen.

Die Antworten waren auch für den Laien verständlich und nachvollziehbar.
So sollte bspw. Befahrung auf das unbedingt notwendige Maß reduziert werden. Bereits die erste Befahrung führt zu massiven Schäden im Oberboden. Rückegassen mit mindestens 20 Meter Abstand reduzieren das Problem.
Bodenschutzkalkung hilft dem Waldboden, die Intervalle können aber teils deutlich ausgeweitet werden.
Die Douglasie ist eine wichtige Baumart bei sich änderndem Klima und sie ist nicht invasiv, wie oft fälschlich behauptet wird.
Wald und Holz sind ganz wichtige Kohlenstoffspeicher. Zudem werden durch die Holzverwendung Substitutionseffekte erzielt (Holzprodukte werden mit weniger Energieaufwand hergestellt). Waldbewirtschaftung ist also aktiver Klimaschutz.
Zudem hat die FAWF untersucht, wie viele Beschäftige im Cluster Forst-Holz-Papier in Rheinland-Pfalz beschäftigt sind. Das Ergebnis : Im Branchenvergleich liegt die Forst-Holz-Papier-Wirtschaft auf dem 1.Platz. Mit 51.000 Beschäftigten noch vor dem Chemie- und Maschinenbausektor. Dies hätte kaum jemand so vorhergesagt.

Fazit der Zuhörer : Ein kurzweiliger, hochinteressanter Vortrag mit vielen neuen Erkenntnissen.

Am Ende der Veranstaltung dankte Aloysisus Söhngen dem Referenten, allen übrigen Rednern und den zahlreich erschienen Gästen. „Die Zeiten sind unsicher. Nicht nur weil sich die Weltlage permanent ändert und wir nicht wissen, welches Dekret der amerikanische Präsident heute noch unterschreiben wird“. Auch das Kartellrechtsverfahren sei noch nicht ausgestanden. Aber man dürfe sich deshalb nicht die Freude an seinen Wäldern verderben lassen und das bitte auch zukünftig mit Unterstützung qualifizierter Förster, in einer vertrauensvollen Partnerschaft mit dem Gemeinschaftsforstamt vor Ort. Das müsse jetzt endlich klargestellt werden, so Aloysius Söhngen.

Forstwirtschaft und Kartellrecht: Waldbauverein Prüm begrüßt Änderung des Bundeswaldgesetzes


Der Waldbauverein Prüm begrüßt die Änderung des Bundeswaldgesetzes, die der Bundestag am 18. Dezember beschlossen hat. Es wird nun gesetzlich klargestellt, dass sämtliche der Holzvermarktung im engeren Sinne vorgelagerten Tätigkeiten, insbesondere die waldbaulichen Betriebsarbeiten, nicht dem Wettbewerbsrecht unterliegen.

Der Waldbauvereinsvorsitzende, Bürgermeister Aloysius Söhngen, erklärt:

„Damit bleibt das Gemeinschaftsforstamt, das gerade in Rheinland-Pfalz die bestmögliche Organisationsform darstellt, wettbewerbsrechtlich weiterhin zulässig. Staatliche Förster können den in ihren Revieren liegenden kommunalen und privaten Waldbesitz weiterhin umfassend betreuen.“

Der Waldbauverein hat sich, gemeinsam mit dem Gemeinde- und Städtebund und dem Land Rheinland-Pfalz, seit fast drei Jahren für die Gesetzesänderung auf Bundesebene stark gemacht. Hintergrund ist das Kartellverfahren in Baden-Württemberg. Das Bundeskartellamt hat dem Land im Jahr 2015 Dienstleistungen für kommunale und private Waldbesitzer untersagt. Das Land Baden-Württemberg klagt gegen die Untersagungsverfügung vor dem OLG Düsseldorf. Mit einem Urteil ist Anfang des Jahres 2017 zu rechnen.

Lehrfahrt 2016 am 02. September


Die diesjährige Lehrfahrt des Waldbauvereines Prüm fand am 02. September statt und führte uns in den Raum Saarburg. Das Motto der Lehrfahrt lautete "Wein und Wald". Die Teilnehmer erwartete ein abwechslungsreiches Programm, bei dem auch der gesellige Aspekt nicht zu kurz kam.

Dem Empfang im Ratssaal der Verbandsgemeinde Saarburg bei einem Sektfrühstück durch Bürgermeister Dixius folgte eine Stadtführung, die Besichtigung der Glockengießerei Mabilon und ein gemeinsames Mittagessen im Mehrgenerationenhaus. Am Nachmittag stand eine Exkurison ins „Arbusum“ an, bevor die Exkursion mit einer Weinprobe des Weingutes Lauer an einer herrlich gelegenen Hütte oberhalb des Saartales ausklang.

Ganz herzlichen Dank an Herrn Lieser und an Herrn Bürgermeister Dixius für die Gastfreundschaft und die tolle Organisation !

Mitgliederversammlung 2016

eine prallgefüllte Karolingerhalle

eine prallgefüllte Karolingerhalle

 

Georg Schirmbeck

Georg Schirmbeck


Am 01.Februar 2016 fand die jährliche Mitgliederversammlung des Waldbauvereins Prüm statt.


Der Kampf geht weiter -gegen das Bundeskartellamt und für eine weitere Bewirtschaftung des Kleinprivatwaldes in Zusammenarbeit mit den Forstämtern.

 Der interne Teil der Mitgliederversammlung


Auch das Jahr 2015 ist mit schwarzen Zahlen für den Waldbauverein zu Ende gegangen, so das Fazit von Hermann Biwer, dem Schatzmeister des Vereines. Insbesondere die Einnahmen aus dem Schwartzwald sind die wirtschaftliche Grundlage für die ordentlichen Zahlen. Auch die Planung für 2016 weist ein ausgeglichenes Ergebnis auf. Die Kassenprüfer bestätigten eine tadellose Kassenführung. Knapp 300 anwesende Mitglieder entlasteten -bei Enthaltung der Vorstandsmitglieder- die Verantwortlichen.

Prümer Wald und Holz GmbH


Anschließend trägt Horst Backes den Geschäftsbericht der PWH vor. 60.000 Festmeter wurden 2015 verkauft, ca. 7.500 Festmeter mehr als im Vorjahr, bei fast 1.200 Einzelverkäufen. Der Durchschnittserlös lag bei 67 EUR pro Festmeter. Mehr als 4 Millionen Euro Holzgeldeinnahmen für die Prümer Waldbauern und damit Wertschöpfung in der Region. Auch im 6. Jahr des Bestehens eine Erfolgsgeschichte für die Vermarktungsorganisation des Waldbauvereines. Dabei verdient die PWH selber nicht daran.

Eine schlanke Personalausstattung der PWH und eine enge Zusammenarbeit mit den örtlich zuständigen Privatwaldbetreuern, das ist das Erfolgsrezept. Der Landeszuschuss hilft natürlich auch. So kann den Waldbauern, bei niedrigen Fixkosten, ein vergleichsweise hoher Reinbetrag ausgezahlt werden.

"Ohne ein tolles PWH-Team mit Frau Pilzecker, Frau Bach und Frau Hoffmann nicht vorstellbar", so der Geschäftsführer der Prümer Wald und Holz GmbH.

Holzmarktbericht


Horst Backes gab dann einen Ausblick für 2016. Auch wenn die Fichtenstammholzpreise im 2. Halbjahr 2015 leicht gesunken sind, so sei der Holzmarkt doch stabil und die Preise lägen deutlich über dem langjährigen Mittel. Erfreulich die Entwicklung bei der Douglasie, die Stammholzpreise liegen erheblich über Fichtenniveau. Die Buche mache nach wie vor Sorgen, die Eiche wird hervorragend nachgefragt.

Die Empfehlung von Horst Backes: Vor jeder Maßnahme die kostenfreie Beratung durch den Privatwaldförster in Anspruch nehmen und erst danach Entscheidungen treffen. Die Beratung sei qualifiziert und vor allem auch objektiv und nicht interessengesteuert. Weiter ganz wichtig, regelmäßig die eigenen Wälder in Augenschein nehmen, insbesondere nach Sturmereignissen. Und im Frühjahr den Wald auf Borkenkäferbefall kontrollieren, um zeitnah reagieren zu können.

Der Brennholzmarkt leide unter den niedrigen Ölpreisen, zudem wirken sich die milden Winter auf die Nachfrage aus.

Geschäftsbericht des Waldbauvereines


Geschäftsführer Peter Wind fasst das abgelaufene Jahr zusammen: Eine stabile Mitgliederentwicklung, eine erfolgreiche Holzmobilisierung, eine intensive Öffentlichkeitsarbeit, die Interessenvertretung der rund 3.500 Mitglieder in verschiedenen Gremien, mehr als genug Arbeit. Sorgen bereiten nach wie vor die Aktivitäten des Bundeskartellamtes.

Der öffentliche Teil der Mitgliederversammlung


Der Vorsitzende, Aloysius Söhngen, freut sich über eine prall gefüllte Karolingerhalle.

"Wenn wir heute über Eifel reden, dann reden wir stolz über Eifel. Die Region ist eine Marke, stehe für Literatur, Vulkane, für Hügel und Wiesen und vieles mehr." Und der Eifelwald sei ein ganz wichtiger Bestandteil. Ein über Generationen gepflegter artenreicher Kulturwald, in dem der langfristige Ertrag und nicht die kurzfristige Rendite im Vordergrund stünden. Grundlage sei die jahrzehntelange reibungsfreie Zusammenarbeit mit den Forstämtern, aber genau diese erfolgreiche Kooperation sei in Gefahr geraten und da müsse man jetzt zusammenstehen und gegenhalten.

Nach den Grußworten von Günter Fischer (Vorsitzender des Waldbesitzerverbandes Rheinland-Pfalz) und Landrat Dr. Joachim Streit, richtet Dr. Thomas Griese ein Grußwort an die Versammlung. Der Staatssekretär im Umwelt- und Forstministerium steht an der Seite des Kleinprivatwaldes. "Wir stehen klar für das Gemeinschaftsfortsamt ein" und man versuche eine Änderung des Bundeswaldgesetzes auf den Weg zu bringen, "damit dem kartellrechtlichen Verfahren der Boden entzogen wird". Es folgt ein Seitenhieb auf den Großprivatwald, "Freiherren mit Ihren Fantastillionen von Festmetern" sehen das anders.

Friederike Ahlmeier, Regionalassistentin von PEFC, informiert über die jüngsten Audit-Ergebnisse. Ihr Appell an die Waldbauern: Bitte sorgsam mit dem Kapital Boden umgehen und auf flächiges Befahren verzichten und noch wichtiger : "Denken Sie an Ihre Gesundheit". Nach 2 tödlichen Unfällen im Privatwald in der jüngeren Vergangenheit sollte das Jedem zu Denken geben. Ein Muss für jeden Waldbesitzer : Das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung und eine technisch einwandfreie Motorsäge. Im Zweifelsfall den Profi ranlassen, das kann Leben retten!

Hoher Besuch zu Gast in der Karolingerhalle: Der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates, Georg Schirmbeck, geht ans Rednerpult. Schon nach den ersten Sätzen ist den Anwesenden klar, da spricht ein geerdeter, bodenständiger Praktiker. Der Niedersachse, selber Kleinprivatwaldbesitzer, ist der oberste Repräsentant der deutschen Forstwirtschaft. Mit seiner Kritik am Bundeskartellamt hält er nicht hinter dem Berg: Beim Bundeskartellamt sei man "irgendwie arbeitslos" und auf die Idee gekommen, einen Marktbereich zu schützen, wo doch "gar keiner beschützt werden" wolle. Er berichtet von den politischen Aktivitäten des Deutschen Forstwirtschaftsrates auf Bundes- und Länderebene. Dicke Bretter seien zu bohren, er hoffe aber, dass die gewünschte Gesetzesnovelle in absehbarer Zeit dem Bundeskabinett vorgelegt werde.

Der Gastredner erhält mehrfach spontan intensiven Applaus. Das alleine ist schon Beleg dafür, dass er die Eifeler Waldbauernseele erreicht hat. Die Waldbesitzer bräuchten sich nicht verstecken, "das, was wir leisten, ist toll". Der Waldbauverein Prüm zeigt sich selbstbewusst. Alle, dem Holzverkauf vorgelagerten Tätigkeiten, von der Planung über die Markierung der Bäume bis zur Ernte und Bereitstellung des Holzes gehörten nicht zur eigentlichen Verkaufstätigkeit. Das müsse jetzt endlich klargestellt werden, so Aloysius Söhngen.

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